Mittwoch, 17. September 2014

Das schlechte Gewissen der Mütter

Gestern bei uns daheim. Der kleine Wolf ist krank. Magen-Darm, die Einzelheiten erspare ich Euch jetzt....Ihr kennt sie ja eh selber...
Viel schlimmer fand ich die Konsequenzen des Ganzen.
Schon während ich des nachts den wimmernden kranken Mäuserich im Arm hielt und mein Mann zum dritten Mal das Bett bezog fing es an, das Gedankenkarussel: der kleine Wolf ist wirklich richtig krank, was mach ich denn jetzt. Ich war letztens erst selbst daheim, da kann ich doch nicht schon wieder fehlen. Die Kinderärztin wird wohl kaum nur einen Tag krank schreiben. Gestern waren wir gut besetzt, mit der tollen neuen Praktikantin, aber nur Vormittags. Wenn die drei Schüler noch krank sind klappt es in der Besetzung gut und ich werde nur am Nachmittag "vermisst". Hoffentlich zieht sich das nicht zu lange. Mist, Mist, Mist....

Ich habe über die Überschrift etwas nachgedacht, aber:
Fakt ist das noch immer hauptsächlich die Mütter daheim bleiben wenn die Kinder krank sind. 
Das liegt nicht nur an den Vätern sondern vor allem am Lohngefälle, immer noch sind die Väter die Hauptverdiener und die meisten Mütter arbeiten Teilzeit. Ob es heute wirklich noch so viel am Rollenverständnis liegt weiß ich nicht, zu mindest unter den jüngeren Eltern sehe ich das nicht mehr so vorrangig. Ich glaube das es häufig an unserer eigenen Erziehung liegt und wir es unreflektiert übernehmen. Ich erlebe immer noch viele Eltern die nie wirklich darüber gesprochen haben wovor das Kind da war...
Bei uns liegt es am schnöden Mammon. Mein Mann ist Freiberufler und Hauptverdiener, verdient aber eben auch nichts wenn er daheim bleibt und das können wir uns schlicht nicht leisten. Lohngefälle und so...
Wie löst ihr diese "Probleme"? Habt ihr das vor der Geburt geklärt oder hat es sich so ergeben?


Keine Kommentare: