Freitag, 14. April 2017

Karfreitag

Ich bin kein religiöser Mensch und trotzdem ist der Karfreitag ein Tag des Gedenkens an den Tod.

An den Tod vieler Menschen...

Und so zog es das Wolfskind und mich auch dieses Jahr wieder an den Ort der Erinnerung


"Im Stadtwald Bittermark gelegen, erinnert das Mahnmal an die Morde der Gestapo im Rombergpark und in der Bittermark. In den Ostertagen 1945 wurden vom 7. März bis 12. April auf einer Waldlichtung in der Bittermark, im Rombergpark und auf dem Eisenbahngelände zwischen Hörde und Berghofen etwa 300 Menschen ermordet. Am 13. April 1945 wurde Dortmund von den amerikanischen Truppen besetzt. Am 19. April 1945 wurde mit der Exhumierung der Leichen in der Bittermark begonnen. Bei den Getöteten handelte es sich um Zwangsarbeiter aus FrankreichBelgien, den NiederlandenJugoslawienPolen und der Sowjetunion und deutsche Widerstandskämpfer, die aus dem Hörder Gestapokeller und der Steinwache in den Rombergpark und in die Bittermark verschleppt und dort ermordet wurden."


Jedes Jahr berühren mich besonders die Worte der Hinterbliebenen der Getöteten des Naziregimes. Ihre tiefe Trauer, gepaart mit der Hoffnung und dem Glauben an uns. An uns: die Hinterbliebenen der Täter!

 Sie vertrauen uns in der Gestaltung der Zukunft. Sie danken uns für das Erinnern in Würde.

Das erzeugt in mir immer einen Kloß im Hals, Tränen in den Augen und Wärme im Herzen...


Dieser Tag fällt in die Zeit des jüdischen Pessach-Festes, der Erinnerung an den Auszug aus Ägypten.
Gestern sah ich ein sehr kraftvolles Interview mit einer Hinterbliebenen der Nazimorde, die davon sprach das das Fest der Beendigung der Sklaverei für viele Menschen auch ein Gedenken an die Erlösung aus der Naziherrschaft darstellt. Ein Gedenken und Erinnern.

Und so wird auch mein Wolfskind groß mit dem Gedenken und Erinnern wieder das Vergessen.

Und so schließe ich diesen Post mit den Worten eines der Botschafter der Erinnerung






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