Mittwoch, 24. Mai 2017

Reicht Frau sein wirklich nicht?!

Gestern in einer Facebookgruppe für alleinerziehende Elternteile wurde mal wieder das umstrittene Thema "Können Jungen ohne anwesenden Vater gute Männer werden" aufgegriffen.

Gerne angeführt wird dabei dieser Artikel des, nicht unumstrittenen, Hirnforschers Gerald Hüther.

Dieser zaubert in seinem Artikel das Traumbild eines Vaters was ich weder in Ein- noch in Zwei-Elternfamilien je gesehen habe und schafft es immer wieder alleinerziehende Mütter in ihrem Selbstbild zu treffen...

Warum eigentlich?

Warum trifft es nicht einfach die Väter die diesem Ideal nicht entsprechen?

Warum ziehen sich Frauen/Mütter Dinge an die sie nicht ändern können?


Anstatt diese Dinge zu diskutieren und die Frau in ihrem Selbstbild und in ihren Fähigkeiten als Mensch und Elternteil zu stärken wurden ihr erst einmal Tipps gegeben wo sie einen Mann herbekommt.

Das ging von Sportvereinen über Leihopas bis hin zu einem Beistand vom Jugendamt.

Ihr lieben Frauen* 

Wirklich? Meint ihr das ernst?


Kinder benötigen liebevolle zugewandte Menschen die stabile Bindungen leben!
Sogar Herr Hüther sagt ja das wir erst mal Menschen sind.
Geschlecht ist ein soziales Konstrukt, hormonelle Unterschiede gibt es in jedem Geschlecht und Geschlechtsteile sind kein sinnvolles Unterscheidungsmerkmal. 

Frauen* können Penise und Männer* Vaginas haben.

Ich glaube nicht an das Märchen von geschlechtlichen Vorbildern. Was ist dann mit Kindern aus gleichgeschlechtlichen Beziehungen? Die sind ja auch nicht alle depriviert!

Liebe Frau*Mutter* 

bitte liebe Dein Kind und sei ihm*ihr* ein Vorbild als Mensch. Du reichst!

Und bitte führe nicht das Beispiel mit "Jungsspielzeug und Jungsaktivitäten" an. 

All das kannst Du als Frau*Mutter* auch und wenn nicht kannst Du es lernen. Ich habe noch kein Bauteil gesehen das mit einem Penis erbaut wurde und wer mir `nen Menschen zeigt der mit dem Penis skatet gewinnt `ne Kiste Bier!

Möchtest Du nicht?

Völlig in Ordnung, musst Du auch nicht. Such Dir Menschen mit denen das Kind seine vielfältigen Interessen leben kann, aber mach das bitte nicht am Geschlecht fest.

Transportieren wir Frauen*Mütter* dieses Rollenbild werden wir uns so verhalten, unsere Kinder werden dadurch natürlich gewisse Dinge vermissen (die wir nicht tun) und außerdem ebenfalls diese Rollenbilder reproduzieren. Verlustsituation für alle Seiten!

Und bitte erzähle mir auch nicht das Dein Sohn* sich schon als Baby für "Jungenspielzeug und Jungenfarben" interessiert hat. Viele Mädchen*eltern erzählen das Gleiche. Interessen sind nun mal eine Frage des Temperaments!

Liebe Frauen*Mütter*

es gibt viele wunderbare Männer* die ausschließlich mit Frauen* aufgewachsen sind. Lasst Euch nicht verunsichern. Vor allem nicht von Dingen die ihr nicht ändern könnt. Ihr reicht!


Alles Liebe
Jenny



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