Montag, 26. Juni 2017

Wochenendbilder

Unser Wochenende war gut. Mit Gesellschaft und Liebe, ohne Druck und Erfüllung von inneren (und erdachten äusseren) Vorstellungen und Erwartungen. Entspannt. Tränenlos ♥

Es ist eben nicht nur schlecht...

Freitag:

Uniwochenende. Seminar von von 14-20 und von 10-18 Uhr. Sozialrecht. Tschüss Wochenende...

Um ein Statistikprogramm auf das Laptop zu bekommen haben wir (der Beste und ich *Danke und Kuss*) das Laptop platt gemacht und jetzt geht Nichts mehr. Zittern...

Irgendwann am Vormittag gibt es eine Lösung (Dank und Kuss an die Tochter, den Besten, das Karma, das Laptop und ich weiß nicht wen ♥)


Ich entspanne mich etwas.

Zwischendurch habe ich ein Gesetzbuch und einen Adapter für das Laptop gekauft und erfahren das das Seminar ausfällt. Hallo Wochenende, ich brauche Dich ♥

Das Kind ist ja betreut und so fahre ich entspannt einkaufen beim Lieblingsladen. 

Spinat, Süßkartoffeln, Kartoffeln, Pfirsiche, Bananen, Äpfel, Melonen, Brokkoli, Tomaten, Gurken, Ingwer, Salat, Frühlingszwiebeln, Kräuter,, Paprika, Melone, getrocknete Tomaten, Oliven und Hülsenfrüchte wandern in meinen Korb und ich bin glücklich ♥

Am Abend kommt das Kind nach Hause und die Situation mit dem Vater eskaliert mal wieder. Es geht um Geld und endet mit der Ansage "Hausverbot" meinerseits. Ich erspare Einzelheiten...

Das Kind kommt anschließend schlecht in den Schlaf. Viel kuscheln, reden und lesen hilft...

Morgens ist die Welt wieder in Ordnung.


Wir kuscheln uns in den Tag. Es gibt kleines Frühstück im Bett und das Kind kocht mir Kaffee ♥



Dann gibt es Frühstück 


Spiel


Entspannung

Tanz mit ABBA


Hausputz


Kochen und Essen


Mehr Spiel und danach Fussballplatzbesuch mit der Tochter und dem Tochterfreund


Wir gucken das Spiel an, spielen selber Fußball, helfen in der Getränkeausgabe und das Kind ist müde, glücklich und schläft schnell ein.

Für mich beginnt ein schöner Abend. Lieblingsmenschbesuch ♥

Seelenauftankzeit

Essen, Gespräche, Zeit...


Gegen 3 Uhr früh wird das Kind wach. Ich versuche es wieder hinzulegen, aber es hat den Lieblingsmenschen schon gesehen.
Es verbring ein Viertelstündchen mit uns und dann verabschieden wir den Lieblingsmenschen und gehen ins Bett.

Danke für Deine Liebe und Deine Zeit. Sie bedeuten mir so viel ♥

Sonntag:

Wir hatten uns vorgenommen zum Flohmarkt zu fahren doch es kam anders. 

Das Wetter war schlecht, der Tag zu früh. Wir kuscheln uns in den Tag und ich schlafe, während des Hörspiels, wieder ein...


Wir frühstücken zur Mittagszeit und prokrastinieren rum.

Dann drängt sich die (nicht)vergessene Studienleistung zurück ins Bewusstsein und ich muss was arbeiten...


Die Seminargruppe bekommt einen Praxisanteil und das Kind gestaltet mit :)


Zum Mittag gibt es die Beste Spinatpfanne...


Ihr müsst es probieren ♥

Irgendwie möchte das Kind nicht mehr zum Flohmarkt, es ist nach 3 und wir sind immer noch im Schlafanzug und so wird das nichts :))

Trigger: wir bleiben im Schlafi, ich bin es immer noch, aber es ist ein sehr hübscher Schlafi :))


Wir spielen 
Wir malen
Und heraus kommen wir. Lebensgroß im Flur. Wir sind zwei, wir wohnen hier und wir sind Familie. Yes!


Dann ist es zu spät und ich feile am Vortragstext während das Kind spielt...

Dann möchte das Kind ins Bett. Irgendwann zwischendurch gab es natürlich Abendbrötchen, Zähneputzen und Lesen.

Jetzt habe ich meinen Vortrag geübt, Protipp: ich halte ihn wirklich im Wohnzimmer vor der Sprachmemo des Handys und höre es mir an. Das gibt mir Sicherheit und ich weiß wo was hängt!

Letzte Absprachen mit der Kommilitonin sind getroffen (sie ist übrigens eine so Tolle ♥)
und ich versuche mal zu schlafen.

Habt eine gute Zeit mit viel Liebe ♥


In Liebe

Jenny

Freitag, 23. Juni 2017

Unibegegnungen

Wir stehen in lockerer Runde und sprechen wo wir so herkommen. Was wir so vorher getan haben, was wir mal tun möchten und wie wir so an unsere Studienplätze gekommen sind...

Es ist erste richtige Seminarwoche und wir sind aufgeregt. Alles ist so neu. Für mich ein bisschen wie Schule, für viele andere Menschen eben nicht wie Schule.

Manche*r hat seinen Platz im ersten Versuch bekommen, andere haben Wartesemester und wieder andere Menschen haben die Universität oder den Studiengang gewechselt.

Wir sind ein buntgemischter Haufen...

Ich erzähle das ich mich sehr gefreut habe diese Chance  bekommen zu haben, dass ich aber ziemlich unbefangen daran gegangen bin. Das ich nicht damit gerechnet hätte das es klappt und umso überraschter und freudiger war.
Und das ich in der Bewerbungsphase gedacht habe:


"Wenn`s klappt dann klappts und wenn nicht dann nicht"


Das hätte hätte ich wohl nicht sagen sollen...

Sofort schaltete sich eine junge Frau ein und sagte den Satz der wirklich saß: 

"So darfst Du das nicht sehen! Wenn Du in Deinem Alter noch einen Platz bekommst hast Du die Pflicht das in Regelstudienzeit durchzuziehen, immerhin hat ein junger Mensch jetzt keinen Platz"


Ich war leider viel zu verdutzt um zu reagiere. Die klugen Dinge fallen einem ja meist später ein, aber:

Ist das so?

Liebe junge Studentin,

Ich habe 15 Jahre gearbeitet. In dieser Zeit habe ich Steuern gezahlt von denen Dein, mittlerweile zweites, Studium finanziert wird.
Zum Dank bekomme ich keine finanziellen Leistungen und habe kein Einkommen. Trotzdem muss ich mich vollständig alleine krankenversichern, da ich für die studentische Versicherung zu alt bin.
Das wiederum heißt das ich allen jungen Student*innen ihr Studium finanziert habe ohne das ich jetzt etwas von "meinen" gezahlten Steuern zurück bekomme.

Ich habe das gerne getan! Ich bin ein Fan von Solidargemeinschaften und beteilige mich daran wann immer ich kann (auch finanziell).

Was ich nicht benötige sind unsolidarische Menschen die anderen in ihr Leben reden. 

Und was unser Studiengang nicht benötigt sind Menschen die andere Menschen ausgrenzen, diskriminieren und herabstufen weshalb auch immer!

Ich würde mir wünschen Du würdest darüber nachdenken und das nächste Mal erst denken und dann reden.

Übrigens nicht nur für mich sondern auch für Deine Arbeitsgruppen. Du weißt was ich meine ;-)


Liebe Grüße
Jenny

Montag, 19. Juni 2017

Wochenendbilder


Und wieder geht ein langes Wochenende zu Ende.

Es waren kleine Vorboten, sie verkünden von den Großen.

Bald ist es soweit und die ersten, letzten Schul-Kinderladenferien stehen an.

Große Schritte. Begonnen mit der Übergabe meines Vorstandsamtes...

Umbrüche die nicht nur fröhlich stimmen...

Mittwoch fuhr ich, mit viel Kuchen beladen, zu meinen Schulkindern. Ein Abschied...

Es werden noch mehr werden in nächster Zeit.


Unsere Nächte sind gerade kurz. Unterbrechungen beim Kind, Albträume bei mir.
Der Tag beginnt immer zu früh. Unabhängig von Uhrzeiten...


Kaffee im Garten. Ich genieße den Garten...


Frühstück...

Ich esse mit dem Kind. Rituale...

Das Kind wird, nach Monaten, abgeholt. Ich bin verabredet. Die Verabredung kommt nicht. Ich verschlafe den Nachmittag im Garten.
Einsamkeit und Tränen. So viele Tränen...

Das Kind und ich backen Pizzabrötchen. Essen, als Ritual...


Freitag dann Planlosigkeit. Kraftlosigkeit. Lustlosigkeit. Aufstehen, weil Mensch muss.


Ich lackiere den Tisch,


koche Mittagessen,
Spiele und nähe mit dem Kind


Wir gehen aus dem Haus.
Es geht zum Bastelladen, Eis essen, auf den Wasserspielplatz.
Alltag erhalten...


Am Abend schaffe ich es noch den Essenszettel zu schreiben.
Essen. Ritual.


Am Morgen dann Kaffee...



Frühstück. Alles wie immer. Außer der Traurigkeit. Omnipräsenz...





Das Kind möchte "Mama" schreiben. So schön. Noch mehr Tränen...

Spielen, Tanzen, Kochen, Essen.
Manchmal lachen wir. Es ist nicht nur schlecht!

Ich telefoniere mit der Tochter. Stark sein. Sie kommt und wir verbringen Zeit. Einkauf beim liebsten Gemüsehändler. Toppqualität, nette Worte. Manchmal ein Lachen...


Malen, Essen, Lesen, umziehen, schlafen.
Dieses Kind ist so wunderschön und liebevoll und fröhlich. Liebe. So viel Liebe...

Ich stehe auf. Einsamkeit. Tränen. So viele Tränen.

Ein Herz fassen. Menschen ansprechen. Reden. Am Telefon, Sprachnachrichten. Noch mehr Tränen. Manches findet Worte. Anderes nicht. Alles strengt an. Schlaf...

Das Kind steht um 4.40 Uhr auf. Ich setze meine Bedürfnisse um.
Ich gehe mit ins Wohnzimmer. Es gibt ein kleines Frühstück. Es gibt Papier, Stifte, Spielzeug und für mich eine Decke auf dem Sofa.

Schlechtes Gewissen, aber keine Kraft.

Halbschlaf, gekuschelt, liebe Worte. Vielleicht gar kein schlechtes Gewissen wert?!

Um 8 Uhr dann Kaffee


auf dem Sofa. Mit Decke und Kind im Arm.
Es erzählt mir was es gemalt hat. Lächeln. Ahhhs und Ohhhs.

Frühstück. Schön und ausgiebig. Wochenendrituale...


Samstag habe ich eingekauft. Unser Bauch soll eine Lampe werden.

Eine Aktivität. Juhuuu. Wir verstärken unseren Bauch mit Gips. Mein letzter Babybauch.
Noch ein Abschied...


Beim Kochen besprechen wir den Tag. Das Kind möchte zum Hohenstein. Sand, Wasser ♥

Aber erst mal Gratin...


Am Morgen hatten wir nach Begleitung gefragt, aber alle hatten Verpflichtungen...

Wir wollten trotzdem fahren. Dann halt wieder allein...

Das Telefon geht. Die Verpflichtung der Freundin hat sich in Wärme aufgelöst und sie würde gerne mitkommen. Juhuuuu  ♥

Der Nachmittag wird schön. Voll Lachen und Wärme und Sonne...

Ein bisschen Seelenfrieden











Wir aßen Pommes zum Abendessen und gingen dann noch einmal in den Wald zurück.

Wald. Luft. Atmen. Friede

Zu Hause dann: Umziehen, Waschen, Zähneputzen, Bett, Geschichte, Schlafen.

Den Umweg "Mama ich hab Hunger" nach der Geschichte, die Banane und das nochmalige Zähneputzen beachten wir jetzt nicht weiter...

Dann gewinne ich die wunderbare Erkenntnis das ich ja doch schon fertig bin mit der Seminarleistung und einfach ins Bett gehen kann.

Aber erst schreibe ich Euch noch unsere Spielplatzbegegnung auf.

Jetzt sitze ich im Seminar und quäle mich durch's BGB. Gleich bespreche ich meine Seminarleistung mit der Professorin und dann fahre ich nach Hause.

Die Sonne scheint. Es ist warm. Vielleicht gehen wir auf den Spielplatz. Vielleicht auch mit Wasser in den Garten. Ohne glückliche Familien. Einsamkeit statt Diversität.

Sich selbst genug sein um anderen zu genügen. Wohl meine ganz grosse Aufgabe.

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Sonntag, 18. Juni 2017

Spielplatzbegegnungen


Sonne, Wärme, Wasserpumpe, eine Decke, Sandspielzeug. Fast perfekt...

Das Wolfskind hat im Auto geschlafen und liegt noch auf der Decke um wach zu werden.

Ich streiche dem Kind vorsichtig über den Rücken, spreche leise mit ihm und warte.

Auf dem Spielplatz gibt es Sand, zwei Wasserpumpen deren Wasser in einen kleinen Lauf fließen und in ein Becken münden.
Die Becken sind gut belebt.
Große Kinder bauen Dämme, die kleinen planschen und spritzen mit Wasser.

Eltern sitzen in der Sonne, auf Decken ausserhalb des Spielplatzes. Reden, träumen, schauen...

Friede.

Eine Familie kommt zum Wasserbecken. Der Vater großgewachsen und das was Mensch wohl als "gut gekleidet" bezeichnen würde. Jeans, Polohemd, Segelschuhe.
Die Mutter ebenfalls eine grosse Frau in einem hellen Sommerkleid, an der Hand ein kleines Kind.
Vielleicht 2 Jahre alt.
Es trägt ein entzückendes weisses Sommerkleid mit hellgrünen Dreiecken darauf.
Voran geht ein älteres Kind in einer blauen Badehose.

Das ältere Kind setzt sich mitten in das Wasserbecken, nimmt sich eine herumliegende Schaufel und beginnt Matsch zu schaufeln.

Das kleine Kind steht etwas am Rande herum und schaut sich das gesellige Treiben an.

Die Mutter geht zur Decke zurück und der Vater steht neben dem jüngeren Kind. Kamera in der einen Hand, Sonnenbrille in der anderen...

Friede.

Ein kleines Kind gesellt sich dazu. Blondgelockt und pausbackig nur mit einer Windel bekleidet und voll Matsch...ist wohl schon länger hier...

Es planscht und quitscht vergnügt. Das jüngere Kind im weissen Kleid streckt die Hand nach dem Kind aus, doch das Kind läuft schon wieder davon.


Das Wolfskind ist inzwischen wach. Wir nehmen das Sandspielzeug und gehen zum Spielplatz. Wir beginnen eine Burg zu bauen, mit einem Wassergraben...



Das Windelkind ist inzwischen auch wieder da. Neugierig schaut es uns zu. Wir laden es ein mitzuspielen, aber es läuft weg.

Es läuft wieder ins Wasser und durch das Wasser durch. Schneller und immer schneller. Es quietscht vergnügt, als möchte es fragen "seht ihr wie toll meine Füße spritzen können?!"

Sein Vater steht in der Nähe und betrachtet sein Kind. Gedankenverlorener Blick voll Liebe und Zuneigung.

Das Kind in der blauen Badehose schaufelt weiter. Das Windelkind nimmt eine Hand ins Wasser und spritzt "Seht ihr wie toll meine Hand spritzen kann?!"

Das Badehosenkind bekommt einen Spritzer ab. Auf den Rücken. Matsche.

Die Mutter erhebt sich von der Bank und läuft zu ihrem Kind. Sie schaut das Windelkind an. Kein Blick voll Liebe oder Zuneigung. Ein barsches "Pass doch auf!". Liebevoll wäscht sie ihrem Kind den Rücken ab.Den das interessiert das, augenscheinlich, gar nicht. Er buddelt.
Die Mutter setzt sich wieder, weisst aber den Vater an besser aufzupassen.

Unsere Burg ist fertig. Der Wassergraben ist tief und wartet auf Wasser.

Das Wolfskind nimmt sich eine Kuchenform und geht los.

Langsam betritt es das Wasserbecken. "Mama das Wasser ist kalt!"

Ein Fuß setzt es vor den anderen, immer mutiger. Es taucht die Form unter und kommt wieder. Langsam, fast bedächtig gießt es das Wasser in den Graben...

"Mama ich hole klares Wasser. Von der Pumpe"

Es geht los.

"Mama das Wasser ist kalt. Ich renne"

Es rennt los. Das Wasser spritzt.

Matsche spritzt auf das weisse Kleid des anderen Kindes. Der Vater ist ungehalten "Pass doch auf, sie wird doch dreckig!"
Er murmelt etwas von Rücksichtslosigkeit und wischt am Kind rum. Die Mutter kommt dazu...

Ich gehe zum Wolfskind und bitte es darauf zu achten das es niemandem Sand in die Augen spritzt.
Den Eltern zische ich ein "beim spielen wird man dreckig" zu. Ja, ich ärgere mich...

Ich setze mich zurück an den Rand und beäuge das Treiben. Nach der "Ansage" an Windelkind und Wolfskind füllt sich das Becken. Nicht mit Kindern, mit Eltern...

Sie erheben sich von Decken und Bänken. Lassen ihre Träume liegen und schieben ihre Gedanken beiseite. Sie stehen am Wasserbecken.

Das Rudel kommt zusammen. Hier und dort höre ich ein "etwas mehr Rücksicht" oder "Pass etwas auf", "Vorsicht die anderen Kinder"...

Die Frau in ihrem hellem Sommerkleid nimmt ihr Kind im, nicht mehr ganz so, weissen Kleid mit den hellgrünen Dreiecken auf den Arm und ruft das Kind in der blauen Badehose zu sich. "Wollen wir nicht lieber Eis essen?"
Der Vater in Polohemd und Jeans sitzt inzwischen auf der Bank und bleibt auch dort während die Frau mit den Kindern losgeht.

Das Wasserbecken leert sich.

Eltern kehren auf ihre Decken zurück, hängen ihren Gedanken nach. Unterhalten sich. Nachmittagsschwere.

Kinder spritzen im Wasserbecken. Das Windelkind wirft mit Matsch. Das Wolfskind rennt ein älteres Kind um... "Ey pass doch auf!"

Keine Eltern die kommen. Die Kinder schaffen das schon...

Das Windelkind hat eine Ladung Matsch abbekommen und läuft zu seinem Vater.

Liebevoller Blick. Er nimmt ihn auf. "Hast Du Sand abbekommen? Komm wir waschen ihn ab"

Friede.