Donnerstag, 18. Januar 2018

Nichts geht mehr und jetzt?

Gestern Abend, ganz spät wurde es mir bewusst: ich habe es vergessen. Ich habe es wirklich vergessen! Etwas wichtiges! Ganz wichtiges! Wie konnte das passieren?
Ich habe vergessen eine Studienleistung abzugeben.
Konsequenz? Ich bin aus allem raus!

Scheiße....äh Schade. Und nun?


Wie konnte das passieren? Warum habe ich mich nicht erinnert? Ich die so euphorisch angefangen hatte. Alles 100% machen und es allen zeigen wollte. Der Phönix aus der Asche. Die immer Starke.

Die Wahrheit ist einfach das ich eben nicht immer stark bin. Das so viel passiert ist und passiert was mich in die Knie zwingt. Das ich Phasen habe in denen ich nur noch weine. Das ich zur Ärztin musste weil die Schilddrüse knoten hat und weh tut, ich immer müde bin und eben traurig.

Erschöpft und Traurig und ganz oft auch vergesslich.

Die Ärztin hat Ruhe verordnet. Blutwerte und Ultraschall stehen aus. Ich hab keine Angst, Unkraut vergeht nicht und der Knoten ist bestimmt nicht schlimm. Aber ich ärgere mich. Das ich nicht leistungsfähig bin. Nicht funktioniere.

Halt Stop!

Muss ich immer funktionieren? Immer Leistung erbringen? Wo ist mein Anarchismus, mein nicht erziehendes Selbst mir gegenüber? Von meinen Mitmenschen habe ich diese Erwartung nicht!

Das innere Kind spielt uns manchmal böse mit. In diesem Fall wollte es mir wohl eher helfen. Die Ärztin sagt Ruhe und Kur. Der Kopf sagt: ja, aber erst die Prüfung und die Hausarbeiten!

Irgendetwas hat "ätsch!" gesagt und "Stop". Keine Prüfungen, keine Hausarbeiten. Gesund werden, Kraft schöpfen.

Und jetzt? War es das?

Nur mit meinem Perfektionismus.

Denn ich muss Euch leider sagen: hier steht nicht die Supermutterhochleistungsstudentin.

Hier stehe ich!

Ich werde nächstes Semester keine Kurse belegen sonder Kraft finden. Leistungsnachweise erbringen. Gesund werden (ich habe heute Nacht viele Mails geschrieben, ja!) und dann halt ein Semester dranhängen.

Was nütze ich ausgebrannt, zweifelnd und weinend?!




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